Zuwanderung aus Rumänien und Bulgarien - Eine positive Entwicklung für Deutschland?

Seit Anfang des Jahres 2014 dürfen Zuwanderer aus Bulgarien und Rumänien offiziell und ohne Visum in Deutschland arbeiten und leben. Die Zahl der Immigranten ist im Vergleich zum Jahr 2014 rapide angestiegen, d.h. alleine bis Mai 2015 um 12.400 Personen und soll bis Ende des Jahres voraussichtlich noch um weitere 130.000 bis 140.000 Personen ansteigen. Doch wie qualifiziert sind die Arbeitskräfte und mit welchen Absichten kommen Sie nach Deutschland? Wollen Sie sich selbst und ihrer Familie eine sichere und bessere Zukunft garantieren oder stehen die sozialen Vorteile, die Deutschland bietet, im Vordergrund?

Auf dem Bild findet man das Wort

Rumänen – am besten integrierte Zuwanderergruppe

Positiv anzusehen ist, dass 306.000 Bulgaren und Rumänen arbeitstätig sind, das ist ein Plus von 89.300 Arbeitstätigen im Vergleich zum Jahr 2014. Die Arbeitslosenzahl der Zuwanderer bleibt genauso wie im Jahr zuvor unverändert. Die Zahl der Hartz-IV-Bezieher geht jedoch in die Höhe und ist mit 16,8 % sogar über dem Mittelwert der fremdländischen Immigranten angesiedelt. In diesem Bereich muss man allerdings beide Nationen unabhängig voneinander betrachten, da die Quote der Rumänen der der anderen Ausländer näherkommt, wobei die Bulgaren auffällig weiter abrutschen. Kann man allein aus diesem Grund beide südosteuropäische Nationen in eine Schublade stecken, nur weil für beide ab demselben Zeitpunkt das Freizügigkeitsgesetz der Europäischen Union gültig ist? – Ein ganz klares: Nein! – Denn die rumänischen Zuwanderer passen sich nicht nur rapide ihrem deutschen Umfeld an, unter ihnen herrscht auch eine niedrige Arbeitslosenquote und die Zahl der Erwerbstätigen ist hoch. Sie werden sogar den am besten integrierten Ausländergruppen zugeordnet! Dagegen haben die Bulgaren eine größere Schwierigkeit einen passenden Arbeitsplatz zu finden.

Auf dem Bild ist die rumänische Flagge zusehen.

Quelle: https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/5/5c/Romanian_Army_Flag_-_1872_official_model.svg/600px-Romanian_Army_Flag_-_1872_official_model.svg.png (11.08.2015)

Bessere Integration in den Arbeitsmarkt durch Deutschkurse?

Trotz all den negativen Quoten sollte man die bulgarischen Einwanderer nicht negativ betrachten, da man das Schicksal und die Vorgeschichte jedes Einzelnen nicht kennt und es genügend positive Beispiele gibt, die sich ein festes Standbein in Deutschland aufgebaut haben und sehr erfolgreich in ihrem Beruf sind. Allen Rumänen geht es in Deutschland ebenso nicht blendend. Einige rumänische Familien müssen jeden Job annehmen, um sich über Wasser halten zu können. Sie arbeiten als 450€-Kraft und können sich dadurch meistens nicht einmal eine Wohnung leisten. Aus dem Grund müssen sie mit der ganzen Familie in einem Zimmer wohnen! Dadurch fehlt es an Privatsphäre und es kommt öfter zu Streitereien. Außerdem können Sie aufgrund des Geldmangels keinen Deutschkurs besuchen, dadurch haben sie wiederum keine guten Chancen auf dem deutschen Arbeitsmarkt. Trotzdem erhoffen sich die rumänischen Familien, die so etwas durchleben, eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder hier in Deutschland. In ihrer Heimat haben sie nämlich alles aufgegeben und sehen deshalb keinen Sinn in der Rückkehr. Außerdem ist die Arbeitslosigkeit im Balkan sehr hoch. In Bosnien & Herzegowina liegt die Arbeitslosenquote beispielsweise sogar bei 67 % unter jungen Menschen. Minderheiten, wie z.B. Roma, haben weder Papiere noch eine Versicherung im Balkan-Gebiet, weshalb sie keinen Zugang zum Bildungssystem und Arbeitsmarkt haben. Aufgrund dieser perspektivlosen Zukunft sehen sie ihre Chance in der Auswanderung nach Deutschland. Dasselbe gilt für Mazedonier, die über bulgarische Papiere verfügen. Vielen gut ausgebildeten Rumänen ergeht es hier anders, sie haben nicht nur ein festes Einkommen, sondern haben sich ebenso gut in die deutsche Gesellschaft integriert.

Auf dem Bild ist die Flagge Bulgariens zusehen.

Quelle: http://ecx.images-amazon.com/images/I/81oQNnADY5L._SL1500_.jpg

Zum Schluss ist zu sagen, dass Deutschland von den gut ausgebildeten und gebildeten Fachkräften aus Bulgarien und Rumänien nur profitieren kann, da diese mit der Absicht eine feste und sichere Arbeitsstelle zu ergattern nach Deutschland gekommen sind. Außerdem fehlt es innerhalb Deutschlands an Handwerkern, durch die Zuwanderung von Rumänen und Bulgaren kann dieser Mangel durch gut ausgebildete Handwerker gesättigt werden. Selbstverständlich gibt es ebenso einige Zuwanderer, die vom Staat leben möchten, doch diese finden sich unter allen Nationen ebenso wieder. Deshalb sollte man die „fleißigen“ Zuwanderer solange unterstützen bis sie auf eigenen Beinen stehen können und ihnen nicht noch das Recht auf Hartz-IV-Geld kürzen. Jeder sollte in Deutschland ein Recht auf Integration haben und diese sollte bei Geldmangel durch kostenfreie Deutschkurse unterstützt werden, damit die Anpassung an die deutsche Gesellschaft gelingt. So kann wiederum die Arbeitslosenquote der Zuwanderer sinken.

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