Ungarn und der Sport

von Kristina Prostran

Ungarn und der Sport

Autor: veronikasz

Ungarns Sportler vollbringen seit Jahrzehnten Bestleistungen. Schwimmen, Wasserball und Fußball
zählen dabei zu den beliebtesten und erfolgreichsten Sportarten. Eine Tatsache, die dem
ungarischen Sport seit jeher hohes Ansehen verleiht.
Mit seinen weniger als 10 Millionen Einwohnern ist es umso erstaunlicher, dass Ungarn einen
Spitzensportler nach dem anderen hervorbringt.

Die Blütezeit im Fußball

Autor: picselweb

Keine Sportart ist so beliebt wie der Fußball. Auch in Ungarn ist der Trendsport hoch im Kurs.
Zwischen den 1930er und 1960er Jahren war die Hochphase der ungarischen
Fußballnationalmannschaft. 1952, 1964 und 1968 holten die Spitzensportler drei mal Gold bei den
Olympischen Spielen. Neunmal folgte die Teilnahme an der Fußball-Weltmeisterschaft: 1938 und
1954 wurde das Team Vize-Weltmeister. 1953 besiegte Ungarn erstmals das ungeschlagene England
mit einem beeindruckenden Spielstand von 6:3. Ein wichtiger Sieg, der dem Land viel bedeutete
und die Stellung im Fußball weiter ausbaute.
Seit 1986 ist es allerdings um den ungarischen Fußball stiller geworden, internationale Erfolge
blieben aus.

Volkssport Wasserball

Autor: FelixDorn

Schwimm- und Teamwassersportarten freuen sich in Ungarn großer Beliebtheit. Neben den großen
Seen und Flüssen bietet das Land etliche Wasserhallen und Sportarenen. Es gibt kaum ein Hotel,
das nicht mindestens ein Schwimmbecken hat, dass für Wettschwimmen geeignet ist.
Seit dem 19. Jahrhundert ist Ungarn im Wasserball-Fieber. Besonders in den 1920er und 1930er
Jahren entwickelte sich das Land zur Weltmacht im Wasserball. Zwischen 1928 und 1939 blieb die
ungarische Nationalmannschaft in über 110 Spielen unbesiegt. Bis heute zählt die
Nationalmannschaft zur Weltspitze, führt sogar den Rekord in Olympischen Siegen mit
beachtlichen 9 Mal an.
Einer der besten und berühmtesten Wasserballspieler seiner Zeit war György Kárpáti. Mit 17
Jahren trat er seine erste Olympiade an und holte mit der damaligen Auswahlmannschaft gleich den
Sieg. Es folgten zwei weitere Goldmedaillen sowie eine Bronzemedaille.

Ungarische Schwimmer auf Erfolgskurs

Bereits in der kommunistischen Zeit war der ungarische Schwimmsport herausragend und in der
ganzen Welt hoch angesehen. Der mit Abstand bekannteste damalige Trainer Tamás Széchy
brachte unentwegt Olympiasieger und Weltmeister wie Tamás Darnyi und András Hargitay hervor.
Mit András Hargitay begann die legendäre Erfolgsreihe Ungarns. Er gehörte in den 70er Jahren zu
den besten Lagenschwimmen weltweit. Seine Erfolge sprechen Bände: So wurde er 1974
Europameister über 400 Meter Lagen sowie über 200 Meter Schmetterling, 1977 ebenfalls
Europameister über 200 Meter Lagen sowie 1975 Weltmeister über 200 Meter Lagen und 1973 und
1975 Weltmeister über 400 Meter Lagen. Bis heute ist er Idol für viele Menschen und wird für seine
Spitzenleistungen gefeiert.
Nach ihm ebbte der Erfolg keineswegs ab. Weitere ungarische Spitzenschwimmer folgten stetig,
ganz gleich in welch politischer Lage sich das Land befand. So reihte sich Tamás Darnyi in die
Erfolgsgeschichte ein. Nach seinem Sieg 1985 bei den Europameisterschaften in Sofia, blieb er bis
einschließlich 1993 acht Jahre lang ungeschlagen. 57-facher ungarischer Meister, vier Weltrekorde
und vier olympische Goldmedaillen sind das Ergebnis großen Talents und jahrelanger harter
Arbeit.

Neben András Hargitay und Tamás Darnyi führte Startrainer Tamás Szechy auch Norbert Rózsa
und Attila Czene in die Erfolgsreihe ein. Doch auch sein Nachfolger László Kiss brachte
erfolgreiche Spitzensportler, wie die Olympiasieger Krisztina Egerszegi und Dániel Gyurta hervor.
Heute sind es vor allem Tamás Kenderesi, László Cseh und Katinka Hosszú, die mit ihren
Höchstleistungen den Schwimmsport prägen. Ungarns Ausnahme-Sportlerin ist ohne Zweifel
Katinka Hosszú, auch bekannt als „Iron Lady“. Die 29- jährige gilt als unaufhaltsam im Wasser und
gnadenlos zu sich selbst. Mit ihrer unerbittlichen Disziplin und ihrer beeindruckenden Leistungen
holt sie Olympiasiege und Weltrekorde und mischt damit die Schwimmwelt ordentlich auf.

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