Rundreise durch Georgien

von Kristina Prostran

Die Millionenmetropole Tiflis

Wer eine Reise nach Georgien plant, beginnt für gewöhnlich in Tiflis (Tbilisi), der Hauptstadt Georgiens. Tiflis hat eine lange historische Geschichte und jede Menge kulturelle Schätze. Die Millionenstadt bietet neben zahlreichen Festungen auch eine Vielzahl an imposanten Kirchen, wie die Metechi Kirche aus dem 13. Jahrhundert und die Kaschueti Kirche aus dem 20. Jahrhundert. Doch auch das rege Nachtleben in den einzelnen Szenevierteln hat besonders für Jüngere seinen ganz eigenen Charme.

Tiflis - "die warme Stadt"- verdankt ihrem Namen den heißen Schwefelquellen in der Stadt. Das heiße, kohlensäurehaltige Schwefel-Quellwasser ist zwischen 24° und 38°, an manchen Stellen sogar mehr als 45° C warm. Das Quellwasser nutzen die Georgier für ihre Badehäuser in Tiflis‘ Altstadt. 

Schwefelbäder in Tbilisi

Die Statue des heiligen Georgs, des Schutzpatrons des Landes, sieht man schon von weitem. Der Freiheitsplatz im Zentrum der Stadt ist für viele Touristen die erste Anlaufstelle und Ausgangspunkt für Erkundungstouren durch die Zeitgeschichte Tiflis‘. Auch deutsche Architekten hinterließen ihre Spuren in Georgien. So entwarf Paul Stern ab 1880 das Rathaus: In rosa-weißen Streifen erhebt sich das Gebäude direkt am Freiheitsplatz und gehört seit dem 19. Jahrhundert zum Stadtbild von Tiflis.

Das Rathaus in Tiflis

Am letzten Wochenende im Oktober feiert Tiflis sein großes Stadtfest. Insbesondere der Herbst ist für die Georgier wegen dem Beginn der Erntezeit und der Entstehung neuen Weins eine gute Jahreszeit. In ausgelassener Stimmung wird gesungen und gelacht - die zahlreichen Besucher erwartet jedes Jahr eine bunt geschmückte Stadt mit stimmungsvollen Konzerten, tänzerischen Darbietungen und georgischen Köstlichkeiten soweit das Auge reicht.

 

Die georgische Heerstraße im Norden

Georgische Heerstraße

Im Norden Georgiens befindet sich der Große Kaukasus, die größte Gebirgskette des Kaukasus. Besonders sehenswert ist hier die georgische Heerstraße, die sich über einer Länge von circa 200 Kilometern zwischen Georgien und Russland erstreckt.

Entlang der georgischen Heerstraße finden Sie hier zahlreiche Sehenswürdigkeiten, die sich lohnen entdeckt zu werden. In der Region Swanetien liegt ein eindrucksvoller Ort namens Uschguli. Das Bergdorf liegt auf über 2000 Meter Höhe umgeben von Berggipfeln. Mittelalterliche Wehrtürme zieren das Dorf und sind der architektonische Stolz der Einheimischen. In einem der 20-25 Meter hohen Türme befindet sich auch ein Museum mit bedeutenden Ikonen und Kreuzen.

Uschguli

Von Uschguli geht es weiter nach Mestia, dem Zentrum des Oberen Swanetien. Umgeben von eindrucksvollen Gletschern des Großen Kaukasus fügen sich auch hier Wehrtürme in das Stadtbild von Mestia. Wichtige Kulturdenkmäler, wie Kirchen und Museen mit einer Vielzahl an erstaunlicher Ikonenmalerei und Goldschmiedekunst sind Grund, dass die gesamte Region des Oberen Swanetien zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Weiter auf der georgischen Heerstraße liegt das Skigebiet Gudauri auf einer Höhe von etwa 2220 Metern. Das Skigebiet freut sich besonderer Beliebtheit bei den Einheimischen und Touristen. Wintersportler finden hier einen geeigneten Ort zum Snowboarden und Skifahren von Dezember bis April.

 

Kulturelle Schätze in Ostgeorgien

Begeben Sie sich auf eine Reise durch die schöne Stadt Mzcheta, in der gleich drei Kulturdenkmäler des UNESCO Weltkulturebe auf Sie warten. Die Kathedrale Swetizchoweli wurde im 11. Jahrhundert an genau der Stelle erbaut, an der die erste christliche Kirche des Landes jemals stand.

Die Kathedrale Swetizchoweli

Das Kloster Samtawaro ist ein noch aktives Nonnenkloster und besteht aus einer Kreuzkuppelkirche aus dem 11. Jahrhundert und einer kleinen Kuppelkirche aus dem 4. Jahrhundert. Im Gebäudekomplex befindet sich zudem das Grab des heiligen Gabriel, das für viele zur Pilgerstätte geworden ist.

Hoch hinaus geht es zum dritten Kulturdenkmal des UNESCO Weltkulturerben, der Dschwari (Djari) Kirche. Diese imposante Kirche steht mitten auf einem steilen Hügel über zwei Flüssen und zählt zu den ersten und bedeutendsten Kreuzkuppel-Kirchen des Landes.
Jedes der drei Kulturdenkmäler weist eine bedeutende architektonische Bauweise auf. 

 

Die Dschwari (Djari) Kirche

Erholung pur in Südgeorgien

Wer einen Strandurlaub plant ist in der Hafenstadt Batumi genau richtig. Der berühmte Badeort am Schwarzen Meer lädt zum Entspannen und Verweilen ein. Unternehmen Sie auch unbedingt einen ausgiebigen Strandspaziergängen durch die acht Kilometer lange Strandpromenade. Hier finden Sie zahlreiche Restaurants, die ihnen kulinarischen Besonderheiten der georgischen Küche präsentieren.

Im Süden Georgiens erwartet Sie eine imposante Berglandschaft im kleinen Kaukasus. Der Bergkurort Bordschomi (Bordjomi) ist für seine einzigartigen Heilquellen bekannt. Falls Sie sich zu einer Reise nach Bordschomi entschließen, probieren Sie unbedingt das gleichnamige Mineralwasser frisch aus der öffentlichen Heilwasserquelle. Das Mineralwasser wird vielerorts auch als Alternative zur herkömmlichen Medizin verwendet. So soll das Heilwasser bei Magen-Darm-Erkrankungen wahre Wunder bewirken.

Auch geschichtlich gibt es hier jede Menge zu entdecken: Jahrhundertealte Klöster und Kirchen, wie die Timotesubani-Kirche sowie mittelalterliche Festungen sind wichtige Kulturdenkmäler Bordschomis.

Der Bergkuror ist vor allem auch ein Ort der Idylle und Ruhe. Natur soweit das Auge reicht. Hier befindet sich der älteste Nationalpark Georgiens, der Bordschomi Charagauli Nationalpark. Zu empfehlen sind die Trekkingtouren, die ein oder auch mehrtägig buchbar sind. Besonders beliebt ist der Romanov Weg des russischen Zaren Nikolaus II., der einst am liebsten auf diesen Pfad durch den Nationalpark flanierte. Nehmen Sie sich Zeit für ausgiebige Wandertouren in Bordschomis berühmten Nationalpark, es lohnt sich.

Batumi

Geistiges Gut im Westen Georgiens

Wer sich für die historische Geschichte Georgiens interessiert ist in Kutaissi an dem richtigen Ort. Die westliche gelegene Stadt in der Region Imereti ist die zweitgrößte des Landes und beherbergt zwei kulturelle Schätze, die seit 1994 zum UNESCO Weltkulturerben zählen. Mit am berühmtesten dürfte wohl die Akademie von Gelati sein – König Dawit der Erbauer schuf mit der Akademie einen wichtigen Ort zum Lernen und Lehren. Vorbild war dabei die Akademie von Konstantinopel. Seine Vision war ein geeintes Georgien, in denen Künste und Wissenschaft gefördert werden. Viele bekannte Gelehrte folgten seiner Einladung und unterrichteten Geometrie, Arithmetik, Astronomie, Rhetorik und vieles mehr. Daran angeschlossen ist das Gelati Kloster aus dem 12. Jahrhundert, das seit 1994 zum UNESCO Weltkulturerben gehört. Das Kloster zählt zu Georgiens berühmtesten Werken. In der Klosteranlage Gelati liegen die bedeutendsten Herrschaften Georgiens, so auch Dawit der Erbauer, begraben. 

Die Gelati Kathedrale

Auch die Bagrati Kathedrale in Kutaissi zählt zum UNESCO Weltkulturerbe. Beeindruckend an dem Bauwerk sind vor allem die achteckigen Pfeiler und die zahlreichen Ornamente. Doch die Stadt hat noch mehr zu bieten, wie den Naturpark Satapila. Naturverbundene finden hier alles was Sie brauchen. Der Park erstreckt sich über eine Fläche von 354 Hektar. Genießen Sie eine entspannte Wanderung durch den Wald und entdecken Sie die Flora und Fauna des Naturschutzgebietes.

 

Georgien ist ein faszinierendes Land ...

Die Landschaft inmitten von imposanten Bergen und historischen Kulturdenkmälern ist beeindruckend und vielseitig. Vor großen Touristenströmen ist Georgien bislang verschont geblieben. Gerade deshalb empfiehlt sich eine Reise in das schöne Georgien zu unternehmen. Erkunden Sie ganz in Ruhe das Land, erfahren Sie mehr über die reiche Geschichte und lassen Sie sich von der einzigartigen Landschaft und ihren zahlreichen kulturellen Schätzen fesseln. 

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Kommentar von Heike |

Wie sicher ist Georgien für eine allein reisende Frau?

Antwort von Ludmilla Eimer

Liebe Frau Schäfer,

es ist schwierig eine pauschale Antwort auf Ihre Frage zu geben. Wenn Sie sich für das Land Georgien interessieren und detailierte Informationen darüber haben möchten, würde ich Ihnen einen Georgien-Spezialisten empfehlen:

http://www.georgia-insight.eu

Mit besten Grüßen

Ludmilla Eimer

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