Kulinarische Reise durch Georgiens traditionelle Küche

von Kristina Prostran

Georgien liegt zwischen Europa und Asien: Es grenzt an das Schwarze Meer, dem Kaukasus sowie an die Türkei, Armenien, Aserbaidschan und Russland.

Zahlreiche Gebirge erstrecken sich über das Land, Bergseen und unberührte Natur tragen zur idyllischen Landschaft bei. Durch die Angrenzung der verschiedenen Kontinente, herrschen in dem kleinen Land, das in etwa der Größe Bayerns entspricht, unterschiedliche Klimazonen. Subtropische, trockene aber auch gemäßigte Klimazonen prägen das Land und beeinflussen so auch die georgische Küche. 

Vielfalt der Speisen

Georgien besticht durch seine unverwechselbare Küche. Die Vielzahl an Nationalgerichten ist geprägt durch frische, natürliche Lebensmittel aus der heimischen Region. Bedingt durch die geographische Lage Georgiens, fließen sowohl europäische als auch asiatische Einflüsse in die Landesspeisen mit ein. 

Georgische Tafel


Die georgische Küche arbeitet viel mit frischen regionalen Kräutern und Gewürzen, wie etwa Knoblauch und Koriander ­ das macht das Geschmackserlebnis so einzigartig. Aufgrund des günstigen Klimas und der reichhaltigen Erde, weisen die Kräuter und Gewürze eine hohe Qualität auf. Viele Soßen bekommen dadurch ihre ganz persönliche Note. So wird beispielsweise häufig Adjikas, eine Würzsoße bestehend aus scharfen roten und grünen Peperoni sowie regionalen Kräutern und Gewürzen, zu Fleisch-und Fischgerichten gereicht.

Zentraler Bestandteil der Landeküche ist das Fleisch: Das traditionelle Mtsvadi etwa wird als Urform des Schaschliks bezeichnet. Diese leckeren Grillspieße dürfen bei keiner Feier fehlen.

Schaschlick

 

Die georgische Esskultur

Das Essen dient den Georgiern nicht nur zur bloßen Nahrungsaufnahme, sondern trägt wesentlich zur Kultur des Landes bei. So ist das Brot bei jeder Mahlzeit auf dem Tisch. Mais und Weizen sind bei der Zubereitung von Speisen maßgebend. Das Maisbrot Mschadi und das berüchtigte Käsebrot Khachapuri gehören zu den liebsten Brotspezialitäten des Landes. In alten Steinöfen, den sogenannten Tone, wird der frische Teig an die erhitzte Innenwand des Ofens aufgetragen und gebacken. Durch den Rauch erhält das Brot sein unverwechselbares Aroma.

Khachapuri

 

Auch in Sachen Süßspeisen sind die Georgier echte Feinschmecker. Das traditionelle Tschurtschela ist weitverbreitet im Land. Der süße Snack besteht aus Haselnuss-oder Wallnusskernen, die an einem Faden befestigt in Traubensaft getränkt und anschließend mit etwas Mehl bedeckt und zum Trocknen aufgehängt werden. 

 

Tschurtschela

 

Weingenuss mit Tradition


Neben den delikaten Speisen, hat auch der georgische Wein einiges zu bieten und ist über die Landesgrenzen hinaus bekannt. Nicht zuletzt aufgrund seiner über 8000 Jahre alten Tradition, die den Weinbau des Landes prägt, gilt Georgien vielerorts als eines der Ursprungsländer des Weinbaus. Georgien verfügt durch seine geographische Lage und das damit verbundene günstige Klima für optimale Voraussetzungen für den Weinbau. 

Weinreise durch Georgien


Wein ist in Georgien viel mehr als nur ein Genussmittel. Er gehört zum kulturellen Erbe des Landes und spielt auch bei religiösen Riten in der Kirche eine bedeutende Rolle. 

Dass die meisten der 500 Rebsorten fast ausschließlich in Georgien kultiviert werden, macht den Wein so einzigartig. Eine der bekanntesten Sorten sind unter anderem Saperavi, Rkatsiteli, Alexandrouli und Ojaleshi.

Feinschmecker haben hier reichlich Auswahl. Wer eine Reise nach Georgien plant, sollte in jedem Fall eine der erlesenen Weinsorten probieren. Auch der Hauswein hat seine eigene Berechtigung: Die meisten der Einheimischen besitzen eigene Rebstöcke und stellen ihren eigenen Wein her.

Wer also zu Gast in einer georgischen Familie ist, darf sich auf selbstgemachten Hauswein freuen.

Vielerorts wird der Wein noch auf die alte traditionelle Weise hergestellt. So werden die Trauben entweder mit den Füßen gestampft oder mit Hilfe einer Walzmühle ausgepresst und anschließend in großen Amphoren, den sogenannten Kvevri bis zur Reifung aufbewahrt. Das Fassungsvermögen der Tongefäße reicht von 10 Liter bis zu mehreren hundert Litern. Diese sind bis zum Hals des Tongefäßes in den Boden eingelassen. Bis zur vollständigen Reifung bleibt der Wein im Kvevri und kann anschließend verköstigt werden.

Kvevri


Tradition und Georgien, zwei untrennbare Wörter. Wer Georgien und seine Kultur näher kennenlernen möchte, kommt nicht umher die georgische Küche und seine erlesenen Weine zu probieren. Begeben Sie sich auf eine kulinarische Reise durch Georgien. Lernen Sie die traditionelle Herstellung der Speisen und des Weins kennen. Es lohnt sich!

 

Bildquellen: 

https://www.georgia-insight.eu/

Linktext: GEORGIA INSIGHT Reiseveranstalter Georgien

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