Interkulturelle Kommunikation

Wie interkulturelle Kommunikation richtig funktioniert und welche Punkte dabei beachtet werden müssen

Interkulturelle Kommunikation ist in der heutigen Gesellschaft allgegenwärtig und nicht mehr wegzudenken, da wir selbst täglich in Kontakt mit Menschen aus verschiedenen Kulturen kommen und wir selbst wissen, dass das gegenseitige Verständnis oft auf der Strecke bleibt, wenn man den kulturellen Hintergrund seines Gesprächspartners nicht kennt. Doch worauf muss bei der interkulturellen Kommunikation genau geachtet werden, damit diese gelingt? Wie kann man sich auf die interkulturelle Kommunikation vorbereiten, um Missverständnisse zu vermeiden?

Werke, die die interkulturelle Kommunikation begründen

Die interkulturelle Kommunikation ist ein weit gefächertes Fachgebiet, welches in den 1950er Jahren von Edward T. Hall begründet wurde. Mittlerweile kann die Fachrichtung „Interkulturelle Kommunikation“ in ganz Deutschland studiert werden, wobei es hierzu auch spezielle Studiengänge für Übersetzer und Dolmetscher gibt.

Grundlegende Fachbücher von Edward T. Hall sind „Beyond culture (1976)“ und „Understanding cultural differences (1990)“. Im Fachbuch „Beyond culture“ befasst sich Hall mit den Begriffen low context und high context. Wenn Kulturen einen schwachen Kontextbezug (low context) aufweisen, wird durch Sprache meistens eine Information übertragen, wobei high context-Kulturen Informationen durch Mimik und Gestik erfassen. Ein Beispiel sind hierfür Italiener, die ohne Gestik und Mimik kaum kommunizieren. Wir Deutschen würden hierbei zur low context-Kultur gehören. Bei einem Gespräch zwischen einer deutschstämmigen und einer italienischstämmigen Person könnten dadurch einige Missverständnisse entstehen, die durch das beherrschen einer gemeinsamen Sprache behoben bzw. erklärt werden könnten.

Im Buch „Understanding cultural differences (1990)“ liegt der Fokus auf dem Informationsfluss, der bei einigen Kulturen langsamer, bei anderen wiederum schneller abläuft. Durch schnelles Reden in der polnischen Kultur kann der Wahrheitsgehalt der Information auf der Strecke bleiben, im Gegensatz zu der deutschen Kultur, die einen langsamen Informationsfluss aufweist.

Auf dem Bild ist eine Gruppe zusehen, die an einem Meeting teilnimmt.

Liegt ein asymmetrisches oder ein symmetrisches Arbeitsverhältnis vor?

Doch was passiert, wenn zwei unterschiedliche Kulturen aufeinander treffen, diese sich aber in einer Drittsprache, die heutzutage meistens Englisch ist, verständigen? Sicher ist, dass einige Gewohnheiten, die bei der Verwendung der Muttersprache zum Vorschein kommen, auf der Strecke bleiben, wie z.B. die Gestik und die Mimik. Diese wird jedoch nicht gänzlich verloren gehen, da einige Gewohnheiten, wie z.B. das Kopfschütteln bei den Bulgaren positiv verankert und mit einem „Ja“ gleichzusetzen ist, was im restlichen Europa als ein „Nein“ verstanden werden würde. Vieles hängt jedoch auch von der Beherrschung der Sprache, in welcher kommuniziert wird, ab, da hierbei meistens ein Gesprächspartner über dem anderen steht. Darunter wird ein asymmetrisches Beziehungsverhältnis verstanden. Wenn dies bei Geschäftsverhandlungen vor Gericht der Fall ist, sollten Sie auf jeden Fall auf einen Dolmetscher zurückgreifen, der beide Kulturen kennt und somit zwischen beiden vermitteln kann. Unabdingbar ist ein Dolmetscher erst recht, wenn beide Parteien keine gemeinsame Drittsprache beherrschen. Dabei bleibt die interkulturelle Kommunikation auf jeden Fall auf der Strecke. Ein asymmetrisches Beziehungsverhältnis besteht ebenso bei einem Auslandsaufenthalt oder einem Austausch. Der Fremde ist hierbei sprachlich immer im Nachteil, wodurch die Einheimischen auf Ihre Ausdrucksweise achten müssen, um ein Gespräch auf dem Laufenden halten zu können. Ein symmetrisches Beziehungsverhältnis besteht selbstverständlich, wenn beide Gesprächspartner die Drittsprache auf demselben Niveau beherrschen oder bei beiden dieselbe Muttersprache vorhanden ist.

Tipps für die richtige Anwendung der interkulturellen Kommunikation

Wenn Ihnen der positive Ablauf Ihres interkulturellen Gespräches am Herzen liegt, sollten Sie auf jeden Fall darauf achten, dass Ihre Gesprächspartner ebenso die Drittsprache oder Ihre Muttersprache auf einem gewissen Niveau beherrschen, damit es nicht zu Missverständnissen kommt. Wenn beide Gegebenheiten nicht vorhanden sind, dann sollten Sie auf jeden Fall einen Dolmetscher heranziehen, der beide kulturellen Hintergründe kennt. Unabdingbar für die interkulturelle Kommunikation ist die interkulturelle Kompetenz. Um diese Kompetenz aufzuweisen, müssen Sie aber zunächst Ihre Stereotypen über die Kultur Ihres Geschäftspartners über Bord werfen. Dies gelingt Ihnen am besten, wenn Sie sich über das jeweilige Land informieren und in Kontakt mit Personen aus dieser Kultur treten. Auch wenn Sie sich in der Drittsprache verständigen, würden einige Redewendungen der anderen Sprache das Eis zwischen Ihnen und Ihrem Geschäftspartner brechen und ein gewisses Vertrauen schaffen, worauf ein langjähriges Arbeitsverhältnis gegründet werden kann.

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg bei der Anwendung unserer Ratschläge! Falls Sie nähere Informationen zum Thema "Interkulturalität" erfahren möchten, dann melden Sie sich für unser kostenloses, interkulturelles Seminar "Kommunikationsstrategie für Ihre internationales Geschäft in Polen" an. Wir freuen uns auf Sie!

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