Geschichte und Menschen Usbekistans

von Kristina Prostran

Auf der berühmten Seidenstraße faszinieren prächtige Bauten und kulturelle Schätze Menschen aus aller Welt. Doch mindestens genauso faszinierend sind die Menschen selbst, die in diesem Land leben und noch lange in Erinnerung bleiben. Denn sind es nicht gerade die Menschen, die ein Land zu dem machen, was es ist? Lernen wir nicht gerade durch sie neue Kulturen und Bräuche kennen?

Die Menschen in Usbekistan sind bemerkenswert offen und begegnen Touristen stets freundlich. Bereits zu aktiven Zeiten, als die Seidenstraße noch als wichtige Handelsroute galt, war der Kontakt zu Fremden Gang und Gebe. Vielleicht ist das usbekische Volk gerade deshalb offen und liebenswert gegenüber Touristen, begegnen ihnen sogar mit einer gewissen Neugierde. Nicht zuletzt war vor allem der Austausch mit Fremden Grund, dass sich Kulturen, Religionen und Wissen über die Seidenstraße in die verschiedenen Länder und Städte ausbreitete.

Usbekistan ist ein Land mit viel Herz. Die Einheimischen scheinen zufrieden mit sich und strahlen mit ihrer guten Laune solch eine Wärme aus, dass man nicht anders kann, als sich davon anstecken zu lassen.

Wer nach Usbekistan reist kriegt nicht nur etwas für die Augen geboten, sondern auch für seine Seele. Man bekommt direkt zu spüren, wie warmherzig das usbekische Volk gegenüber Fremden und Touristen ist.

Die usbekische Identität

Es lohnt sich das Land an der Seidenstraße näher zu entdecken. Die Einheimischen sind fröhlich und sehr warmherzig. Tradition und der Zusammenhalt innerhalb der Familie prägen die usbekische Identität sehr stark.

Obwohl so viele unterschiedliche Bevölkerungsgruppen in Usbekistan leben, haben die Einheimischen ein ausgeprägtes Nationalbewusstsein. Das ist nicht zuletzt dem einstigen Herrscher und Eroberer Amir Timur zu verdanken. Trotz seiner Gräueltaten, für die er ebenfalls bekannt war, hat er dem Land an der Seidenstraße im 14. Jahrhundert zur Blüte verholfen. Schließlich gab er dem Land einen eigenen architektonischen Stil und schuf ein kulturelles Erbe, das heute noch das Land prägt. Für die Usbeken war Amir Timur das genaue Gegenteil zum sowjetischen Einfluss, galt als Förderer des islamischen Glaubens und trug maßgeblich zur kulturellen Entwicklung des Landes bei. Durch all diese Aspekte wurde er zur Identifikationsfigur des Landes, holte die Einheimischen aus den sowjetischen Einflüssen heraus und gab ihnen ein neues, eigenständiges Nationalbewusstsein. Daher ist es nicht verwunderlich, dass heute in der Neustadt Tashkents eine Statue zu seinen Ehren den berüchtigten Timur-Platz ziert.

 

 

Vielvölkerstaat Usbekistan

Usbekistan ist ein Land mit zahlreichen Völkerschaften und Religionen.

Von den rund 28 Millionen Menschen, die in Usbekistan leben sind etwa 76 % Usbeken, 6% Russen, 5 % Tadschiken, 4 % Kasachen, 2 % Karakalpaken und 2 % Tataren.

Hinzu kommen kleinere Minderheiten wie Armenier, Kirgisen, Koreaner, Ukrainer, Turkmenen, Türken und Deutsche.

Rund 90% der usbekischen Bevölkerung sind sunnitische Muslime, lediglich circa 2% sind christlich, davon mehrheitlich russisch-orthodox. Kleinere Minderheiten wie Katholiken, Protestanten sowie Juden und Buddhisten sind ebenfalls in Usbekistan vertreten.

Die offizielle Landessprache ist die Turksprache Usbekisch. Aufgrund der zahlreichen Völkerschaften sprechen viele der Usbeken Russisch, Persisch oder regionale Dialekte, was es oftmals schwer macht sich zu verständigen. Einige beherrschen nicht einmal die offizielle Landessprache, verstehen nur Persisch oder Russisch. Mit Englisch oder Deutsch kommt man als Tourist außerhalb der Hauptstadt Tashkent nicht weit. Aber durch die offenen Art der Einheimischen ist auch die Sprachbarriere kein Problem. Es wird sich einfach mit Händen und Füßen verständigt.

 Das Land hat bereits viele einschneidende Jahre mit einigen Herrschern und Eroberern hinter sich. Nach dem Zerfall der Sowjetunion wurde Usbekistan 1991 als selbstständige und unabhängige Republik erklärt. An die Sowjetzeit erinnern sich die Usbeken äußerst ungern. Außer vereinzelten Plattenbauten erinnert nicht mehr viel an die damaligen Sowjetzeit. Mit der Unabhängigkeit wurde Islom Karimov bis zu seinem Tod im Jahr 2016 Präsident von Usbekistan. Im Dezember 2016 hat Shavkat Mirziyoyev das Amt übernommen.

 Es ist bemerkenswert, dass Usbekistan trotz der Herrschaft von zahlreichen und unterschiedlichen Mächten so weltoffen auftritt und die eigenen Werte stets aufrecht erhalten hat. Besonders die Millionenmetropole Taschkent zeigt sich als moderne und urbane Hauptstadt. Das muslimische Land steht dabei für einen weltoffenen Islam.

Es ist bemerkenswert, dass Usbekistan trotz der Herrschaft von zahlreichen und unterschiedlichen Mächten so weltoffen auftritt und die eigenen Werte stets aufrecht erhalten hat. Besonders die Millionenmetropole Taschkent zeigt sich als moderne und urbane Hauptstadt. Das muslimische Land steht dabei für einen weltoffenen Islam.

Bunt bemalte Kacheln, Kunst so weit das Auge reicht und imposante Bauten, die an eine Zeit erinnern, in der die Seidenstraße den Welthandel regierte - all das macht das Land so faszinierend und weckt die Neugierde bei so vielen Touristen. Doch der wahre Reichtum des Landes sind seine Menschen.

Die usbekische Gastfreundschaft ist allgegenwärtig. Hier sieht man den Besucher nicht nur als Gast, man betrachtet ihn vielmehr als Freund. Schließlich will er das Land, die Leute und die Kultur des Landes erkunden.

Ein Land, das so warmherzig, freundlich und offen auf neue Menschen zu geht ist eine Inspiration und Faszination. Zwischen der Magie und dem Zauber aus 1001 Nacht sind es vor allem die Einheimischen, die einen durch ihre Wärme verzaubern und in den Bann ziehen.

Wer einmal zu Gast in Usbekistan ist, erfährt schnell was Gastfreundschaft, Heimatliebe und die Verbundenheit zur Familie für die Einheimischen bedeutet.

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