Felsenstadt „Teplice“: Kurort mit langjähriger Geschichte

Die berühmten Felsen befinden sich sowohl auf polnischer als auch auf tschechischer Seite. Besonders bekannt ist die „Felsenstadt Teplice“ in Tschechien, die seit vielen Jahren viele Touristen wegen den vielen Wanderwegen anzieht, aber auch Senioren, die auf der Suche nach Erholung sind. Was Sie dort außerdem erwartet, erfahren Sie folglich.

Labyrinth für Labyrinth

Wenn Sie diesen Sommer oder Herbst wandern gehen möchten, sind Sie in Teplice genau richtig. Hier finden Sie zahlreiche Wanderwege, die sich wie ein Labyrinth über die ganzen Felsen erstrecken. Mystisch ist, dass jeder bedeutende Felsen einen eigenen Namen trägt und über diese verschiedene Legenden sowie Entstehungsgeschichten im Umlauf sind. Diese können Sie von den Touristenführern oder von den Stadtbewohnern erfahren, die immer für einen Tratsch zu haben sind. Einige Felsenformen tragen solche Namen wie Felsenverlobte, Sphinx oder Polarbär, da sie wie solche aussehen.

In der Felsenstadt finden Sie einen 6 km langen blauen Pfad, für den ein durchschnittlicher Wanderer etwa 3 Stunden braucht. Dort befinden sich viele Informationsschilder, auf welchen die Geschichte der Felsbildung zu sehen ist. Während der Wanderung lohnt es sich das Schloss Strmen zu besichtigen, um von dort aus einen wunderschönen Ausblick auf die umliegende Gegend zu erhaschen.

Schloss Strmen – nur noch ein Andenken an Dagewesenes

Das Schloss wurde von den damaligen Herrschern im XIII. Jhr. erbaut. Es sollte zum Schutz vor Eindringlingen dienen. Heutzutage sind nur noch Felsenreste von dem Schloss übrig, da er höchstwahrscheinlich während des Hussitenkriegs bzw. spätestens um 1447 zerstört wurde. Zu der Zeit soll das Schloss auch in den Händen der Hussiten gewesen sein. Der genaue Name des Herrschers ist jedoch nicht mehr bekannt.

Laut einigen schriftlichen Quellen wurde das übrig gebliebene Material für den Hausbau im Dorf Trmeny genutzt. Später wurde es Stegreifen genannt und heute gehört es sogar zur Stadt Teplice und trägt den Namen Kamenec. Vom Schloss sind nur noch Felsenwände und Treppenreste übrig, wodurch man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann, wie das Schloss einst ausgesehen hat. Dies haben einige Historiker und Künstler gemacht und Visualisierungen des Schlosses nach ihren Vorstellungen erstellt. Wenn Sie Ihrer Fantasie lieber freien Lauf lassen möchten, sollten Sie sich diese eher nicht ansehen, um sich nicht beeinflussen zu lassen.

Das berühmte Felsentor (Skalni brama)

Besonders bekannt ist das Felsentor durch Goethes Besuch am 30. August 1790. Zu seinen Ehren wurde deshalb dort eine Gedenktafel angebracht. An der schrägen Wand ist das eingemeißelte Jahr „1824“ erkennbar. Dieses Datum steht für den Brand, welcher den Wald niederbrannte und dadurch die wunderschönen Felsen sowie das Tor zum Vorschein gekommen sind. Auf der rechten Wandseite ist das Datum 1755 erkennbar, die belegen soll, dass das Tor noch zu einer früheren Zeit besucht wurde.

Wachturm (Hlaska)

Der Wachturm wurde am 5. Juli 1956 zum ersten Mal besichtigt. Der Wanderweg führt direkt über einen Felsspalt, der von zwei berühmten Tschechen Karel Cerman sowie Oldrich Kopal festgelegt wurde. Entlang dieses Pfads gelangt man über den großen Tempelplatz zur Felsenkapelle.

Die versteckte Felsenkapelle…

…befindet sich dort, wo sich ein enger Felsübergang befindet. Links dahinter gelangt man über die Treppe zur Kapelle. Die Flure sind eng, regulär angebaut und sind miteinander verbunden, was typisch für die Felsanordnung in diesem Gebiet ist.

Der Tempel

Damit ist die Schlucht im Felsmassiv der „Tempelwände“ gemeint, welche die 70 m Grenze knackt.

Legende über den Hering (Herinek)

Der Hering ist ein Wachturm auf der rechten Seite des Wegs beim Polarthron und ist ca. 400 m von den Tempelwänden entfernt. Laut der Legende sind in den 50ern des 20 Jhr. Bergsteiger auf die Idee gekommen den Hering zu erklimmen. Sie waren davon überzeugt, dass dieser nie zuvor erklommen wurde. Doch nach dem Aufstieg sind diese auf eine Fischkrete gestoßen. Demnach war dort bereits jemand und hat sogar auf dem Felsen gegessen. Aus diesem Grund wurde dieser Fels Hering genannt, da dort der vermeintlich erste Bergsteiger diesen verspeist hat!

Knotenpunkt für Touristen „Polarbär“ (Ledni medved)

Der Polarbär ist ein hoher Fels auf der linken Seite über dem Touristenpfad. Dieser wurde bereits 1927 von den Mitgliedern des sächsischen Wanderclubs „Empor“ erklommen. Der Felsübergang hinter dem Polarbären stellt seit 1864 einen Knotenpunkt für Touristen dar

Sibirien in Tschechien!

Sibirien wird eine Schlucht genannt, die sich zwischen hohen Felsmassiven befindet. Hier kann man oftmals Schnee noch im Sommer finden. Es sind drei Vegetationszonen erkennbar, weshalb hier so viele verschiedene Pflanzen leben können. Hinter Sibirien endet der Wanderweg.

Entspannung in den Thermalquellen

Wer nicht wegen des Wanderns Teplice aufsucht, sondern wegen der Entspannung und Genesung ist in den dort ansässigen Thermalquellen genau richtig! Hier herrscht ein sauberes Mikroklima und die Natur wirkt sich ebenfalls positiv auf die Gesundheit aus. Diese Region wird sogar als die sauberste und attraktivste Region in ganz Tschechien bezeichnet. Obwohl es das älteste Heilbad in ganz Tschechien ist, ist es ebenfalls das modernste. Es wurde im Jahr 762 zum ersten Mal erwähnt. Außer der Rehabilitation und Behandlung verschiedener Krankheiten, wie Kreislauferkrankungen, werden noch weitere Attraktionen angeboten: Tennis, Golf, Reiten, Fliegen, Wandern, Fahrradfahren, Stadien, Theater, Kinos und weitere Kulturangebote.

 

Wie Sie sehen lohnt sich der Besuch von Teplice nicht nur aus Kurzwecken, sondern auch als Ausflug für Wanderliebhaber sowie SPA-Liebhaber. Hier können diese die wundervolle Natur und die einzigartigen Felsen genießen, die einen bleiben Eindruck hinterlassen und mit ihrer Schönheit einen immer wieder anlocken.

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